Pflegedienst in Deutschland
Krankenpflege, häusliche Pflege und individuelle Betreuung in Deutschland

Sie suchen einen Pflegedienst in Deutschland?

Wenn Sie oder ein Angehöriger Ihren Lebensalltag nicht mehr selbstständig bestreiten können,
sind Sie auf die Hilfe von professionellen Dienstleistern angewiesen.

Der Umfang der benötigten Hilfe ist von Mensch zu Mensch verschieden.
So benötigt der eine nur eine Begleitung beim Einkauf, Arzttermin oder Amtsbesuch in Deutschland,
ein Anderer ist auf eine 24 Stunden Betreuung durch einen Pflegedienst angewiesen.

Vor diesem Hintergrund bieten professionelle Pflegedienste in Deutschland Ihre Dienste an.

Pflegedienst-Leistungen in Deutschland

Welche Leistungen erbringen Pflegedienste in Deutschland

Leistungen eines Pflegedienstes

  • Medizinische Behandlungspflege als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung nach SGB V (Sozialgesetzbuch 5):
    Medikamentengabe, Verbandswechsel, Injektionen usw.
  • Grundpflege im Bereich der Pflege, Mobilität und Ernährung
  • Tage- oder stundenweise Verhinderungspflege
  • Hauswirtschaftliche Versorgung
  • Tages- und Nachtpflege
  • Beratung und Schulungen für pflegende Angehörige

Häufige Zusatzleistungen

  • Hilfsmittelverleih (Verleih von Pflegebetten, Rollstühlen, Gehhilfen etc)
  • Fahr- und Begleitdienste
  • Hausnotruf
  • Mahlzeitendienste (Essen auf Rädern)
  • Vermittlung von Betreuungspersonen

Fragen und Antworten zu den Pflegedienst-Leistungen

Im Rahmen der Pflegeversicherung ist klar geregelt, welche Leistungen zur Grundpflege Pflegedienste erbringen müssen.
Diese umfassen pflegerische Hilfen aus den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität.

Hier einige der Leistungen im Bereich der Grundpflege

  • Körperpflege: Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Toilettengang
  • Ernährung: Mundgerechtes Zubereiten oder Anreichen der Nahrung
  • Mobilität: Selbstständiges Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

Die Behandlungspflege umfasst alle Leistungen, die nach ärztlicher Verordnung von Pflegdiensten, Gesundheits- und Altenpflegern durchgeführt werden. Dazu gehören die Wundversorgung, die Medikamentengabe, die Dekubitusbehandlung ,der Verbandswechsel sowie das Messen von Blutzucker und Blutdruck des Patienten. Mit diesen Maßnahmen soll eine Verschlimmerung des Krankheitszustands vermieden werden.

Hier einige der Leistungen im Bereich der Behandlungspflege

  • Verbandwechsel bzw. Wundversorgung
  • Magensonde, Wechseln und Legen
  • Medikamentengabe
  • Infusionen wechseln und erneutes Aufhängen
  • Drainagen, Überprüfung und Versorgung
  • Krankenbeobachtung
  • Beatmungsgerät, Bedienung und Überwachung
  • Injektionen
  • Venenkatheter (Port), Versorgung
  • und vieles mehr

Diese Beratungseinsätze dienen der Sicherung und Verbesserung der Versorgung des Pflegebedürftigen, der Pflegegeld erhält und keine professionelle Pflege durch einen Pflegedienst in Anspruch nimmt.

Die Frequenz der Beratungseinsätze ist je nach Pflegegrad, unterschiedlich geregelt.

  • bei Pflegegrad 1: Anspruch halbjährlich, also zwei Mal im Jahr
  • bei Pflegegrad 2 und 3: Verpflichtend halbjährlich , also zwei Mal im Jahr
  • bei Pflegegrad 4 und 5: Verpflichtend vierteljährlich einmal, also vier Mal im Jahr

Bitte beachten Sie, dass bei Nichteinhaltung er verpflichtenden Beratungseinsätzen Ihr Pflegegeld gekürzt oder gestrichen werden kann.

Die häusliche Versorgung umfasst grundsätzlich alle hauswirtschaftlichen Hilfsleistungen in der Wohnung des Pflegebedürftigen. Sie ist neben der Grundpflege und der Behandlungspflege Bestandteil des Sozialgesetzbuches (SGB) XI und gehört zu den Standardleistungen eines Pflegedienstes in Deutschland. Die Kosten werden von der Pflegekasse übernommen.

Hier einige der Leistungen im Bereich der häuslichen Versorgung

  • Reinigung der Wohnung
  • Reinigung und Instandhaltung von Wäsche und Kleidung
  • Einkäufe
  • Zubereiten der Mahlzeiten
  • Behördengänge
  • Begleitung bei Besuchen der Arztpraxis und Apotheke
  • und vieles mehr

Bitte beachten Sie, dass bei Nichteinhaltung er verpflichtenden Beratungseinsätzen Ihr Pflegegeld gekürzt oder gestrichen werden kann.

Pflegedienst-Anbieter in Deutschland?

Pflegedienste in Deutschland

In Deutschland und Umgebung gibt es eine Vielzahl an Firmen und Institutionen die Pflege-Dienstleistungen anbieten.

So finden Sie den richtigen Pflegedienst in Deutschland

Die meist langfristige Entscheidung für einen Pflegedienst sollte wohlbedacht sein!

Es ist ganz besonders wichtig, dass man gut vorbereitet ist, wenn die Suche nach einem geeigneten Pflegedienst in Deutschland beginnt.
Ihr eigener Eindruck bei Gesprächen mit den Mitarbeitern der Pflegedienste ist dabei immer ein guter Ratgeber.
Hier finden Sie einige Punkte, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können.

Erste Schritte

  • Schauen Sie sich die Homepage der Pflegedienste aufmerksam an.
  • Fordern Sie Informationsmaterial an – telefonisch oder über die Homepage
  • Vereinbaren Sie einen Besuchstermin in Ihrer Wohnung.

Entscheidungshilfen für einen Pflegedienst in Deutschland

  • Offenheit und Transparenz
    Ihre Anfragen sollten offen und kompetent beantwortet werden. Die Anfrage nach schriftlichem Info-Material sollte nach wenigen Tagen in Ihrem Briefkasten sein. Dort sollten dann auch Informationen über Preise und Pflegemodell enthalten sein.
  • Online-Präsenz
    Ihr Pflegedienst sollte eine Homepage mit allen Basis-Informationen haben. Im besten Fall sollte auch eine Facebook-Seite und Bewertungen auf gängigen Portalen vorhanden sein. Diese kann man nutzen um sich über Kunden/Patienten diesen Deutschlander Pflegedienst zu informieren.
    Gibt es letzteres nicht, hilft eine einfache Anfrage auf einer "Wer weiss was in Deutschland.." (oder ähnlich) Facebookseite nach Meinungen anderer Kunden/Patienten.
  • Erreichbarkeit und Verlässlichkeit
    Einen guten Pflegedienst in Deutschland erreichen Sie jeden Tag rund um die Uhr. Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind weitere wichtige Punkte bei der Auswahl.
  • Zusammenarbeit mit den Pflegekassen
    Seriöse Pflegedienste haben Versorgungsverträge mit Pflegekassen und den Krankenkassen. Ohne diese verträge kann ein Pflegedienst die Leistungen nicht mit der Pflegekasse abrechnen. Sie müssten dann die Rechnungen privat zahlen und evtl. selbst mit den Kassen abrechnen.
  • Mitarbeiter-Qualifikation / Zertifikate
    Lassen Sie sich Nachweise über die Qualifikation und die Fortbildungsmaßnahmen der Pflegekräfte zeigen.
  • Erstgespräch und Pflegeberatung
    Das erste Gespräch mit dem Pflegedienst aus Deutschland sollte kostenlos und unverbilndlich sein. Zudem sollte es nach Möglichkeit in der Wohnung und im Beisein der zu pflegenden Person stattfinden.
  • Pflegevertrag
    Seriöse Pflegedienste bieten Ihnen einen Standard-Pflegevertrag mit festgelegten Kündigungsfristen und -bedingungen an. Ein Beispiel eines solchen Vertrages finden Sie hier

Seit 2017 gelten neue Pflegegrade (früher Pflegestufen)

Alle pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden seit 2017 in ein neues System aus fünf Pflegegraden eingeordnet
Die Berechnung der Pflegebedürftigkeit erfolgt durch die Anzahl an Punkten, die anhand eines detaillierten Fragenkatalogs ermittelt werden.
Begutachtet werden 6 Lebensbereiche, zu denen ein Gutachter 64 Kriterien abfragt.
Die fünf Pflegegrade richten sich nach dem ermittelten Punktwert (0-100) und zeigen an, wie viel Selbstständigkeit noch vorhanden ist.

Die neuen Pflegegrade (ab 2017)

Pflegegrad 1

Vorraussetzung: 12,5 - unter 27 Punkte
Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

Pflegegeld: 0 Euro
Sachleistungen: 0 Euro

Pflegegrad 2

Vorraussetzung: 27 - unter 47,5 Punkte Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

Pflegegeld: 316,00 € monatlich
Sachleistungen: 689,00 € monatlich

Pflegegrad 3

Vorraussetzung: 47,5 - unter 70 Punkte Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

Pflegegeld: 545,00 € monatlich
Sachleistungen: 1.298,00 € monatlich

Pflegegrad 4

Vorraussetzung: 70 - unter 90 Punkte Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

Pflegegeld: 728,00 € monatlich
Sachleistungen: 1.612,00 € monatlich

Pflegegrad 5

Vorraussetzung: 90 - 100 Punkte Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Pflegegeld: 901,00 € monatlich
Sachleistungen: 1.995,00 € monatlich

Die alten Pflegestufen (bis 2017)

Pflegestufe 0

Vorraussetzung: Eingeschränkte Alltagskompetenz

Pflegegeld: 123,00 Euro
Sachleistungen: 231,00 Euro monatlich

Pflegestufe 1

Vorraussetzung: Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Zeitaufwand insgesamt: mind. 90 Min.
davon Grundpflege: über 45 Min.
Pflegegeld: 244,00 € monatlich (316,00 Euro bei Demenz)
Sachleistungen: 468,00 € monatlich (689,00 Euro bei Demenz)
Vollstationäre Pflege: 1.064,00 € monatlich

Pflegestufe 2

Vorraussetzung: Schwerpflegebedürftigkeit

Zeitaufwand insgesamt: mind. 180 Min.
davon Grundpflege: mind. 90 Min.
Pflegegeld: 458,00 € monatlich (545,00 Euro bei Demenz)
Sachleistungen: 1.144,00 € monatlich (1298,00 Euro bei Demenz)
Vollstationäre Pflege: 1.330,00 € monatlich

Pflegestufe 3

Vorraussetzung: Schwerstpflegebedürftigkeit

Zeitaufwand insgesamt: mind. 300 Min.
davon Grundpflege: mind. 270 Min.
Pflegegeld: 728,00 € monatlich
Sachleistungen: 1.612,00 € monatlich
Vollstationäre Pflege: 1.612,00 € monatlich

Haben Sie bisher Ihren Angehörigen allein gepflegt?

Wenn Sie einen nahen Angehörigen pflegen, kann Ihnen der Berg an Aufgaben auch mal über den Kopf wachsen.

Es gibt es zahlreiche Gesetze zur Entlastung von pflegenden Angehörigen, die ihnen staatliche Hilfen gewähren,
finanzielle Unterstützung bieten und helfen mit den Belastungen der Pflege umzugehen

Links und Informationen

Jeder pflegende Angehörige hat seit dem 1. Januar 2016 einen Anspruch auf eine individuelle Fallbegleitung und Pflegeberatung durch seine Pflegekasse. Unter der Nummer 030-20179131 erreichen Sie von Montag bis Donnerstag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr das Pflegetelefon um sich Hilfe bei Problemen oder einer Überforderungssituationen zu holen.

Evtl. gibt es ja auch in Deutschland eine Selbsthilfegruppe mit Gleichgesinnten. Diese bieten in der Regel einen guten Erfahrungsaustausch und Gespräche mit anderen pflegenden Angehörigen.

Eine gute Adresse ist auch die vom "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche" eingerichtete Homepage "Wege zur Pflege"
Wege zur Pflege

Hilfreiche Literatur

Angehörige zu Hause pflegen

Dieses Buch widmet sich der Pflege, die Angehörige zu Hause leisten. Beginnend mit der Lösung der Frage, wie die Wohnung und das Zimmer des Pflegebedürftigen eingerichtet und ausgestattet sein sollte, greift der Autor alle wichtigen Pflegesituationen auf.
Preis: 42,00 Euro

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